Erfrorener Rollstuhlfahrer in Hannover: Appell zur Solidarität!

Die eisige Kälte hat Hannover ihren ersten Wintertod gefordert, als am Montagabend ein hilfloser Rollstuhlfahrer vor dem geschlossenen „Stellwerk“ am Hauptbahnhof gefunden wurde. Trotz Bemühungen von Ersthelfern und dem Rettungsdienst konnte der 51-Jährige im Krankenhaus nicht gerettet werden.

Die Polizei hat bisher keine Anzeichen von Gewalt oder Fremdverschulden gefunden, aber Martina „Nachtengel“ B., eine ehrenamtliche Helferin, vermutet, dass der Mann keine Unterkunft für die Nacht finden konnte, da das „Stellwerk“ bereits geschlossen war. Ohne Schutz vor den Minusgraden sei er erfroren, so ihre Annahme.

Martina setzt sich seit über zehn Jahren unter einem Pseudonym für Menschen im Randständigenmilieu ein. Besonders in der Winterzeit sind Obdachlose auf Unterstützung angewiesen, um Kälte, Hunger und Gewalt zu überstehen.

Der tragische Vorfall unterstreicht die Dringlichkeit, füreinander da zu sein. Jeder kann einen Beitrag leisten, indem man nicht wegschaut und Bedürftige auf Augenhöhe anspricht. Im Zweifelsfall sollte die Rettungsleitstelle unter 112 kontaktiert werden.

Hannover, lasst uns gemeinsam darauf achten, dass niemand allein gelassen wird – besonders in den kalten Wintermonaten. #Solidarität #HannoverHältZusammen

Beitrag aus der HAZ vom 10.1.2024