Die Lage auf dem Wohnungsmarkt bleibt hart: Mieten drehen weiter nach oben, viele Haushalte stehen unter Druck, und die Zahl der Menschen ohne gesicherten Wohnraum wächst. Zwangsräumungen gehören für zu viele inzwischen zum Alltag; bezahlbarer Wohnraum ist weiter rar. Deutschlandfunk+1
Und doch regt sich etwas anderes: eine spürbare Welle von Hilfsbereitschaft. 2025 haben allein auf einer großen Online-Spendenplattform Deutsche nahezu sieben Millionen Euro für Menschen in Mietnot oder ohne Wohnung zusammengebracht – rund dreimal so viel wie im Jahr zuvor. Tausende einzelne Aufrufe zu Hilfe und Unterstützung zeigen, wie viele Menschen bereit sind, zumindest finanziell einzuspringen, wenn das soziale Netz zu reißen droht. GoFundMe
Hinter diesen Zahlen stehen Geschichten: von Familien, die durch Mietschulden auf der Kippe stehen, von Brandopfern, die ihre Wohnung verloren haben, und von Menschen, die jeden Tag ums Überleben kämpfen. Gleichzeitig wächst die Zahl der Betroffenen – aktuelle Schätzungen gehen von mehr als einer Million wohnungsloser Menschen in Deutschland aus, davon Zehntausende ganz ohne Unterkunft. Evangelisch.de
Solche Spendenaktionen sind kein strukturelles Gegenmittel zur Wohnungsnot. Sie fangen dort auf, wo das System versagt. Politik spricht von Neubau, besseren Regeln und langfristigen Zielen – sogar davon, Obdach- und Wohnungslosigkeit bis 2030 überwinden zu wollen. Aber das dauert, und bis dahin bleiben viele auf Hilfe durch andere angewiesen.
Mehr Hintergründe, Zahlen und Stimmen dazu findest du im ausführlichen SPIEGEL-Artikel: spiegel.de/wirtschaft/service/wohnungsnot-deutsche-spenden-rekordsumme-fuer-wohnungslose-a-4881f47e-d900-4259-b56d-4c39d3d78a77