Einsturzgefahr: Stadt bringt 80 wohnungslose Menschen kurzfristig ins Zooviertel

Die Stadt Hannover hat eine Unterkunft an der Schulenburger Landstraße wegen kurzfristig festgestellter Schäden geräumt. Die 80 Bewohner wurden in eine Unterkunft an der Kleefelder Straße im Zooviertel verlegt. Der Umzug war ohnehin geplant, sollte aber schrittweise erfolgen.

Nach Angaben der Stadt können beschädigte Balkone nicht mehr als zweiter Rettungsweg genutzt werden. Sie mussten abgestützt werden. Auch Wasserschäden haben den Zustand des Gebäudes verschlechtert. Die Unterkunft gilt schon länger als stark sanierungsbedürftig und wurde deshalb regelmäßig kontrolliert.

Ersatzbau in Hainholz kam nicht zustande

In Hainholz sollte eine neue Unterkunft für rund 160 Menschen entstehen. Der Rat hatte dem Vorhaben zugestimmt. 2024 scheiterte es jedoch: Der Investor hatte das Grundstück an der Sokelantstraße von einer Kirchengemeinde in Erbpacht übernommen. Die Gemeinde stimmte dem Bau wegen befürchteter finanzieller Risiken nicht zu.

Die Unterkunft an der Schulenburger Landstraße liegt am äußersten Stadtrand, zwischen Autobahn und Gewerbegebieten. Viele Wohnungslose sollen sie gemieden haben. Sie hatte den Ruf, vor allem für schwierige Fälle genutzt zu werden.

Einst früheres Altersheim

Der denkmalgeschützte Gebäudekomplex am Mecklenheider Forst wurde um 1906 als Alters- und Pflegeheim gebaut. Seit den 1990er-Jahren diente er als Obdachlosenunterkunft. Von der Straße aus liegt zunächst ein Verwaltungsgebäude; dahinter stehen die beiden stärker beschädigten Gebäude.