Eine eigene Tür, ein Bad und eine kleine Küche: In der Herschelstraße 28 sollen 46 Mikroappartements für wohnungslose Männer entstehen. Die Stadt plant außerdem, dort medizinische Versorgung, Sozialarbeit und Aufenthaltsmöglichkeiten zu bündeln. Das Angebot soll Menschen unterstützen, die in der Nähe des Hauptbahnhofs leben und besonderen Unterstützungsbedarf haben.
Die Wohnungen sind knapp 14 Quadratmeter groß. Zehn davon sollen für Patient*innen der Diamorphinambulanz vorgesehen werden. Zusätzlich sind sechs Krisenbetten geplant. Die Ambulanz soll von der Odeonstraße in die Herschelstraße umziehen und dort künftig bis zu 150 Menschen versorgen können. Auch Straßensozialarbeit und ein Aufenthaltsbereich sind Teil des Konzepts.
Das Vorhaben verbindet Wohnen, medizinische Behandlung und soziale Unterstützung an einem Ort. Ob das im Alltag funktioniert, hängt auch davon ab, wer Zugang zu den Appartements erhält und welche Begleitung die Bewohner*innen bekommen. Die Stadt plant den Start derzeit für Ende 2027; er steht noch unter dem Vorbehalt weiterer politischer Beschlüsse.
Die öffentlich zugängliche Drucksache 1113/2026 informiert über die Anmietung des Gebäudes und das geplante Angebot. Sie wurde am 15. Juni 2026 im Sozialausschuss zur Kenntnis genommen. Es handelt sich dabei nicht um einen öffentlich dokumentierten Beschluss des Rates. Die Vorlage verweist außerdem auf eine vertrauliche Drucksache zu Vertragsdetails. Zur Informationsdrucksache 1113/2026.
Die Unterkunft in der Herschelstraße ist laut städtischer Vorlage Männern vorbehalten. Für wohnungslose Frauen ist eine Unterkunft in der Uhlemeyerstraße geplant. Auch dort wird entscheidend sein, wann das Angebot startet und wie es ausgestaltet wird.
In Hannover ist niemand allein.